20 Jahre SPD-Bildungspolitik: Schleswig-Holstein im Ländervergleich nur auf Platz 11

Im aktuellen Ländervergleich, den das Berliner Institut für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) zu der Frage erhoben hat, wie weit der Lernerfolg im Fach Mathematik von der sozialen Herkunft abhängt, liegt Schleswig-Holstein auf Platz 11.

Als bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion Schleswig-Holstein habe ich dazu heute folgende Pressemitteilung verfasst:

„Das schlechte Abschneiden Schleswig-Holsteins im IQB-Ländervergleich überrascht nicht wirklich. Es ist vielmehr direkte Folge einer völlig verfehlten ‚Eine-Schule-für-alle‘-Politik, die die SPD Schleswig-Holstein mehr als 20 Jahre lang betrieben hat, während sie in Regierungsverantwortung war.

Anstatt dafür zu sorgen, dass jeder Schüler in Schleswig-Holstein entsprechend seinen individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen gefordert und gefördert wird, wie es das mehrgliedrige Schulsystem jahrzehntelang ermöglicht hat, hat die SPD aus ideologischer Verblendung heraus lieber auf das Einheits-Konzept gesetzt, wonach alle Schüler möglichst gemeinsam in einer Klasse beschult werden sollen – unabhängig von ihrem individuellen Leistungsvermögen. Das Ergebnis sind Schulklassen, in denen das Lernvermögen von Förderschul- bis zu Gymnasialniveau reicht. Dass dies nicht funktionieren kann, hat die Praxis längst bewiesen – nicht nur im Bereich Mathematik.

Die Abhängigkeit des Bildungserfolges von der sozialen Herkunft ist gerade dort besonders stark, wo die Zusammensetzung der Schüler besonders heterogen ist. Deshalb ist es auch keine Lösung, Brennpunktschulen – die seit kurzem euphemistisch Perspektivschulen genannt werden, allein mit mehr Geld auszustatten. Stattdessen müssen wir die Voraussetzungen dafür herstellen, dass dort wieder homogenere Schulklassen entstehen.

Deshalb fordern wir als AfD-Fraktion Bildungsministerin Karin Prien auf, in einem ersten Schritt unsere Gemeinschaftsschulen klar zu strukturieren, d.h. abschlussbezogene Haupt- und Realschulklassen einzuführen. So würde sie deutlich machen, dass ihr echte Bildungsgerechtigkeit wichtiger ist als die ‚Eine Schule für alle‘-Politik, die von linken Bildungsideologen auch außerhalb der SPD bis heute beschworen wird.“

Weitere Informationen:•
SHZ-Artikel „Ungleiche Chancen an Schulen in SH: Erfolg ist abhängig von sozialer Herkunft“ vom 22. Oktober 2019

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