Gewalt in Grundschule – Ursachen beim Namen nennen

„Wir wollen die Ursachen von Gewalt an Schulen bekämpfen – nicht die Symptome“

Gewalttätige Konflikte an einer Grundschule im ostholsteinischen Süsel sind zuletzt derart eskaliert, dass Eltern sich schließlich weigerten, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Dr. Frank Brodehl, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, erklärt dazu:

„Das Problem zunehmender Gewalt selbst an Grundschulen wurde lange unterschätzt. Immerhin hat die Landesregierung bereits im letzten Jahr eine Datenbank ins Leben gerufen, in der alle Fälle von Gewalt an Schulen erfasst werden. Es ist davon auszugehen, dass die Vorfälle in Süsel dort dokumentiert sind. Dies kann aber nur ein allererster Schritt sein. So wie sich die Situation für Schüler, Eltern und Lehrkräfte aktuell darstellt, besteht offensichtlich dringender Handlungsbedarf. Hierzu gehört vor allem auch die Klärung der Frage, aus welchen Gründen die bisher praktizierten Erziehungsmaßnahmen und Präventionskonzepte keine ausreichende Wirkung entfalten konnten.

Eine Situation, in der Eltern ihre Kinder aus Angst vor Gewalt nicht mehr zur Schule schicken, ist in keinem einzigen Fall hinnehmbar. Jetzt muss es darum gehen, die Ursachen klar zu benennen, damit entsprechend gehandelt werden kann. Aus diesem Grund haben wir heute beantragt, dass Bildungsministerin Prien dem Bildungsausschuss in seiner nächsten Sitzung detailliert über die Hintergründe und die gezogenen Konsequenzen berichtet.“

Weitere Informationen:
SHZ-Artikel „Haben Schule und Schulrat versagt?“ vom 19. November 2019:
https://www.shz.de/lokales/ostholsteiner-anzeiger/gewalt-an-grundschule-in-suesel-haben-schule-und-schulrat-versagt-id26397622.html

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